Solarpanel

Kevelaer ein Wallfahrtsort - bald auch für den Klimaschutz? „HubertusSolar“ - neue Klimaschutzsiedlung des Landes NRW mit Unterstützung eines Vereinsmitgliedes

Helmut O.H. Hardt (StadtUmbau), Dr. Nina Jordan (Stadt Wallfahrtstadt Kevelaer), Jörg Linnig (EUKON)

Mit Unterstützung unseres Vereinsmitgliedes Dipl.-Ing. Jörg Linnig, Ingenieurbüro EUKON, entsteht auf dem Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei im Wallfahrtsort Kevelaer eine neue Klimaschutzsiedlung in NRW. Initiiert und geplant wurde die Klimaschutzsiedlung HubertusSolar durch Dipl.-Ing. Helmut Hardt, Geschäftsführer der StadtUmBau GmbH aus Kevelaer.

 Am 07.02.2020 wurde das Projekt von dem Initiator Herrn Helmut Hardt und der Klimaschutzbeauftragten der Wallfahrtstadt Kevelaer, Frau Dr. Jordan, mit Unterstützung von Jörg Linnig, Ingenieurbüro EUKON, der Auswahlkommission für Klimaschutzsiedlungen NRW im Wirtschaftsministerium in Düsseldorf vorgestellt.

 Seit wenigen Tagen ist das Projekt nun auch aktuell auf der Internetseite der Energieagentur NRW unter: www.energieagentur.nrw/gebaeude/klimaschutzsiedlungen/klimaschutzsiedlung_kevelaer .

 Für das Baugebiet sind insgesamt 20 Wohneinheiten geplant, die sich aus drei verschiedenen Gebäudetypen zusammensetzen. Der energetische Standard der geplanten Gebäude entspricht so ziemlich allen derzeit bekannten Standards: Sie erfüllen nicht nur den Passivhaus- und Sonnenhaus-Standard, sondern auch die Förderkriterien für ein von der KfW gefördertes KfW-Effizienzhaus 40 Plus.

Die Auswahlkommission lobte das sehr ambitionierte Projekt und insbesondere die Art und Weise, wie die Nutzung der Solarenergie konsequent in den Gesamtentwurf integriert wurde. Alle Dachflächen der geplanten Pultdächer mit unterschiedlichen Ausrichtungen von Ost-, Süd- und Westdächern werden komplett für die Nutzung von Sonnenergie verwendet.

Durch eine Vernetzung dieser Anlagen können die Erträge untereinander besser verteilt und ausgeglichen werden. Zur Verteilung der selbsterzeugten Energie soll eigens eine Energiegenossenschaft gegründet werden. Alternativ ist aber auch eine Betreibergemeinschaft denkbar. Die Entscheidung über den wirtschaftlichsten Betrieb soll erfolgen, nachdem sich das günstigste Konzept herauskristallisiert hat. Hierzu werden in Kürze entsprechende Ausschreibungen erstellt und Angebote eingeholt.

Schon die Tatsache, dass alle Gebäude im Rahmen einer Gesamtmaßnahme erstellt werden sollen, führt zu entsprechenden Synergien und zu geringeren Baukosten, so die Überzeugung des Bauherrn.

Während die Gebäude über das Jahr betrachtet deutlich mehr Energie produzieren werden, als vor Ort gebraucht wird, werden Fehlmengen, die sich bei fehlender Sonneneinstrahlung ergeben, zunächst über Batteriespeicher und untereinander ausgeglichen. Darüber hinaus steht ebenfalls ein zentrales Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme zur Verfügung.

Durch das geplante Angebot an Ladestationen für Elektromobilität wurde auch daran gedacht, ein oder mehrere Elektrofahrzeuge anzuschaffen, welche für die Bewohner der Klimaschutzsiedlung im Rahmen eines Carsharings zur Verfügung gestellt werden sollen.

Neben dem Energiekonzept soll aber auch ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung umgesetzt werden. Durch den Einsatz großer Regenwasserzisternen sollen Wassermengen von Starkregenereignissen, wie sie an Häufigkeit zunehmen, gepuffert werden. In den ebenfalls zunehmenden Trockenperioden wird das Wasser für die Gartenbewässerung genutzt werden können.

Somit beinhaltet das Konzept nicht nur Maßnahmen zur Verminderung des Klimawandels, sondern auch Maßnahmen zur Klimawandelfolgenanpassung. Die Wallfahrtsstadt Kevelaer, vertreten durch die Klimaschutzmanagerin Frau Dr. Jordan, unterstützt die Initiative und hofft darauf, dass das Projekt Leuchtturmwirkung hat und weitere Nachahmer findet.

Helmut Hardt, Geschäftsführer der StadtUmBau GmbH und Jörg Linnig, Inhaber des Büros EUKON, freuen sich über das gelungene Zusammenwirken von innovativer Stadtplanung und innovativen Energiekonzepten. Beide sind sich einig, dass wir in Zukunft klimabewusster und nachhaltiger bauen müssen.

Ansprechpartner ist unser Netzwerkmitglied Herr Jörg Linnig, Ingenieurbüro EUKON, unter Telefon 02151/ 317230 oder per Mail beratung@eukon.de, Frau Dr. Nina Jordan, Klimaschutzmanagerin der Stadt Kevelaer, unter 02832/122-740 oder nina.jordan@kevelaer.de sowie Herr Helmut O.H. Hardt, StadtUmbau GmbH, unter 02832/972929 oder helmut.hardt@stadtumbau-gmbh.de.

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