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Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Neuer Gesetzesentwurf teilweise umstritten

Bessere Dämmung, mehr erneuerbare Energie, geringerer Energieverbrauch – um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren hatte die EU sich vorgenommen, die Klimavorgaben bis 2050 weiter zu verschärfen. Nun hat die Bundesregierung nach dem Klimaschutzpaket auch den Entwurf für das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet. Doch Umwelt- und Berufsverbänden betrachten es in Teilen kritisch.

Eines der zentralen Elemente des neuen Gesetzes sollte eine Verschärfung der energetischen Standards für Niedrigstenergiegebäude sein. Das blieb nun aus und es gilt bis zur neuen Überprüfung in 2023 weiter das Niveau der EnEV von Anfang 2016. Das geplante Verbot von Ölheizungen wurde zwar umgesetzt, es lässt aber viele Ausnahmen zu.

Neu ist das Konzept einer gebündelten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Darin werden laut Entwurf ab 2020 die bestehenden investiven Förderprogramme im Gebäudebereich zu einem einzigen Förderangebot zusammengefasst und inhaltlich optimiert. Hiervon sollen kommunale Einrichtungen profitieren.

Zudem soll das KfW-Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ mehr Mittel erhalten. Es soll Kommunen helfen auf Quartiersebene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und Versorgungsinfrastruktur (Wärme/ Kälte/ Wasser/ Abwasser) konzeptionell und investiv umzusetzen. Auch die Fördertatbestände wurden erweitert.

Sehr kritisch beurteilen Umwelt- und Berufsverbände vor allem den Wegfall der bislang verpflichtenden Energieberatung. Sie soll zukünftig nur noch optional angeboten werden. Hierin sehen die Fachleute große Risiken für Qualitätsmängel und Folgeschäden.

Umfangreiche Hintergründe dazu finden Sie hier:

http://www.oekozentrum-nrw.de/gebaeudeenergiegesetz-2019.html

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